Dienstag, August 15, 2006

Israel zieht sich aus dem Libanon zurück

Flag of Lebanon

Israel will am Mittwoch Großteil der Truppen abziehen - Nach dem Ende der Feindseligkeiten im Libanon dringt Israel auf einen raschen Abzug aus dem Kriegsgebiet. Damit erhöhte sich am Dienstag der Druck auf die internationale Gemeinschaft, ihre Friedenstruppe für die israelisch-libanesische Grenze zügig zu erweitern und zu stationieren. Israel bezeichnete es als möglich, seine Truppen innerhalb von einer Woche aus dem Libanon abzuziehen. Regierungsvertretern zufolge wollte die Armee innerhalb der kommenden beiden Tage erste Positionen an UN-Truppen übergeben, die in kleiner Zahl seit Jahren im Grenzgebiet stationiert sind. Darüber führe Israel Gespräche mit UN-Vertretern. Diplomaten aus westlichen Ländern sagten, Israel strebe ein schnelles Ende seines Einsatzes im nördlichen Nachbarland an. Die Resolution des UN-Sicherheitsrats zum Waffenstillstand im Libanon sieht vor, dass die erweiterte Friedenstruppe Unifil und die libanesische Armee die Kontrolle des Grenzgebietes übernehmen und weitere Zusammenstöße zwischen Israel und der Hisbollah verhindern. Die Miliz soll entwaffnet werden und sich aus dem Südlibanon zurückziehen. Seit Beginn der Waffenruhe am Montagmorgen sind Medienberichten zufolge rund 2'000 Soldaten und Fallschirmjäger nach Israel zurückgekehrt. Für seine Bodenoffensive hatte Israel zuletzt 30'000 Soldaten in den Südlibanon geschickt. Frankreich verstärkte unterdessen seine Bemühungen, den Einsatz der erweiterten Unifil vorzubereiten, der voraussichtlich unter seinem Kommando stehen wird. Französische Offiziere reisten zu Gesprächen zu den Vereinten Nationen. Noch am Dienstag wurde Außenminister Philippe Douste-Blazy in Beirut erwartet, um die Voraussetzungen für eine Stationierung der Truppen zu klären und die Wiedereröffnung libanesischer Häfen und Flughäfen sowie internationale Hilfen zu besprechen. Neben Frankreich mit rund 5'000 Soldaten ist Italien bislang das einzige Land, das mit 2'000 bis 3'000 Einsatzkräften eine größere Beteiligung an der Truppe in Aussicht gestellt hat. Länder wie Indonesien, Malaysia und die Türkei diskutieren ihrerseits über Beiträge, die sich vorläufigen Überlegungen zufolge insgesamt auf etwa 4'000 Soldaten belaufen. Hochrangige UN-Vertreter haben bereits Zweifel daran geäußert, dass die internationale Gemeinschaft kurzfristig die zugesagten 15.000 Einsatzkräfte zusammenbekommt. Der Waffenstillstand wurde am zweiten Tag weitgehend eingehalten. Israelischen Angaben zufolge schoss die Hisbollah in der Nacht zum Dienstag vier Werfergranaten auf Armee-Einheiten ab, ohne Opfer zu verursachen. Im späteren Verlauf des Tages schoss die Armee bei zwei Zwischenfällen auf fünf Hisbollah-Kämpfer. Es war unklar, ob diese getötet wurden. Die UN-Resolution zum Waffenstillstand lässt Schüsse der Soldaten zur Verteidigung zu. - Kofi Annan vereinbart mit Israel und Libanon Waffenruhe - Waffenruhe im Libanon ab Montagmorgen - BRF Hauptportal - Trostberger Tagblatt - Reutlinger General-Anzeiger (Abonnement)
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