Freitag, April 21, 2006

König Gyanendra kündigt Rückkehr zur Demokratie an


Nepals König beugt sich Protesten - Rund ein Jahr nach Übernahme der Alleinherrschaft in Nepal hat König Gyanendra eine Wiedereinsetzung der demokratischen Institutionen zugesichert. Er wolle sich den wochenlangen Protesten beugen und die Macht an die politischen Parteien des Landes abgeben. Der König bat das oppositionelle Bündnis von sieben Parteien, so schnell wie möglich einen neuen Ministerpräsidenten zu empfehlen.
"Wir fordern die demonstrierende Sieben-Parteien-Allianz SPA dazu auf, jemanden für das Amt des Ministerpräsidenten zu benennen"
Oppositionspolitiker bezeichneten die Ankündigung in ersten Reaktionen als unzureichend. Zunächst war nicht klar, wie sich die Ankündigung auf die Protestbewegung auswirkt. Am Freitag erlag ein weiterer Demonstrant seinen Verletzungen. Er war tags zuvor bei einer Protestkundgebung in Gularija, rund 500 Kilometer südwestlich von Kathmandu, von Sicherheitskräften beschossen worden. Mit ihren Protesten und einem am 6. April begonnenen Generalstreik hat die Opposition die Alleinherrschaft des Königs zu Fall gebracht und die Wiedereinsetzung demokratischer Institutionen erzwungen. Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei wurden mindestens zwölf Menschen getötet und hunderte verletzt. Gyanendra hat im Mai 2002 das Parlament aufgelöst, im Februar vergangenen Jahres entliess er die Regierung und selbst die Macht übernommen. Nepals König fügt sich dem Willen des Volkes - Nepals König will Macht abgeben - Berliner Zeitung - sueddeutsche.de - tagesschau.de - Merkur Online

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