Mittwoch, November 09, 2005

Microsoft-Gründer Bill Gates beginnt die Konkurrenz ernst zu nehmen?


Bill Gates: "Wir müssen weit mehr tun" - Bill Gates hat in einer internen E-Mail an führende Manager seines Konzerns auf die große Bedeutung des Internet hingewiesen. Die Revolution blieb vorerst aus, obwohl Bill Gates sie angekündigt hatte. Mit Pannen präsentierte er in San Francisco die neuen Microsoft-Webdienste Office Live und Windows Live. Microsoft konkurriert mit den Live-Portalen nun mit Google, Yahoo und Salesforce.com. Bill Gates vergleicht die Bedeutung der neuen Produkte mit dem Internet-Explorer, den er vor zehn Jahren vorstellte, und Microsofts NET-Strategie, die 2000 startete. Windows-Live ist ein Portal mit Suchmaschine für Privatkunden, das sich durch die Maus personalisieren lässt. Schlagzeilen, Wettervorhersagen, Weblogs oder Podcasts lassen sich wahlweise anlegen oder es können Instant-Messenger, Internet-Telefonie und E-Mails gestartet werden. Fotos und Dokumente können übers Internet mit anderen Nutzern geteilet und Dokumente von der Festplatte des Heimcomputers auf die Startseite im Internet geleget werden. Windows Live läuft auf Windows-Computern und Macintosh-Rechnern, jedoch nicht auf Firefox-Browsern. Wer keine Microsoft-Software installiert hat, kann den Dienst nutzen, doch Windows Live ist keine Online-Version des Betriebssystems, die Internet-Angebote sind nur eine Ergänzung. Eine Integration mit Microsoft Office ist ein Plus. Office Live ist ein Programm für kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Neben Web-Hosting, E-Mail-Zugängen und einfachem Webdesign bietet Office Live, das ab 2006 in den USA im Netz sein wird, Funktionen für Zusammenarbeit und Projektmanagement. Die Dienste sind kostenlos und werbefinanziert. Nur für Premium-Services und Inhalte sollen Kunden bezahlen. Microsoft will die Schnittstellen zudem für Programmierer anderer Softwarefirmen zugänglich machen. Mit den neuen Diensten will sich Microsoft im wachsenden Markt für Online-Werbung positionieren. Bisher dominieren Google und Yahoo diesen Markt. Nun verfügt Microsoft über Web-Angebote in Ergänzung zu MSN. Bisher mußten Kunden für Büro-Software bezahlen, doch werbefinanzierte Geschäftsmodelle erlauben es kleinen Firmen Tabellenkalkulationen und Textverarbeitung anzubieten. Angesichts der schnell wachsenden Werbeeinnahmen, wird es schwer sein, Kunden Software oder Softwarelizenzen zu verkaufen, wenn ähnliche Produkte kostenlos im Internet verfügbat sind. Für Microsoft ist das eine ernste Bedrohung, denn die Bürosoftware Office erwirtschaftet fast ein Drittel des Konzernumsatzes. Gates ruft zweite Web-Offensive aus - Microsoft bald nicht mehr die Nummer 1? Gates fürchtet sich vor Google, Apple & Co. - Der Standard - ORF.at - de.internet.com - N24
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