Sonntag, Oktober 23, 2005

Hurrikan Wilma zieht weiter, nachdem Cancún zerstört ist


Die Wucht von Wilma - Wilma war der schlimmste Wirbelsturm in der Geschichte Mexikos und hat bei der Überquerung der Halbinsel Yucatán am Freitag und Samstag massive Zerstörungen hinterlassen und mindestens acht Menschen das Leben gekostet. In den Städten entlang der Karibikküste stand das Wasser am Sonntag nach den heftigen Regenfällen kniehoch. Die Häuser von hunderttausenden Menschen wurden stark beschädigt. Tausende Touristen verbrachten eine weitere Nacht in Notunterkünften. Am Morgen zog das Auge des Hurrikans über den Golf von Mexiko in Richtung Kuba und Florida ab. Dort wird der Hurrikan bis Montag erwartet. Während die Meteorologen Wilma auf die Kategorie zwei herabstuften, formierte sich in der Karibik schon der nächste Tropensturm, Alpha. Er traf am Sonntag auf die Insel Hispaniola und nahm Kurs auf Haiti und die Dominikanische Republik. Bei seinem langsamen Weg über Yucatan entwurzelte Wilma zahlreiche Bäume. Die Stromversorgung brach zusammen. Die weißen Strände Cancuns waren ebenso überflutet wie die Luxushotels der Stadt.
"Überall gibt es Schäden - der Wind ist nach wie vor sehr stark"
Wilma erreichte am Sonntagvormittag Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, bewegte sich aber nur mit einer Geschwindigkeit von knapp 5 km/h vorwärts. Die Armee bereitete sich darauf vor, mit Lastwagen und Flugzeugen Lebensmittel, Wasser und Medikamente in das Katastrophengebiet zu bringen. Die Polizei ging gegen Dutzende Plünderer vor. Im Laufe des Sonntags wurde Vicente Fox in der Krisenregion erwartet. Auf der Insel Cozumel seien zwei Menschen getötet worden, teilte Felix Gonzalez mit. Zwei weitere Menschen seien im Ferienort Playa del Carmen bei der Explosion eines Gastanks ums Leben gekommen. In Cancun starb ein Mann, im Landesinneren wurde ein weiterer Mann durch den herabfallenden Ast eines Baumes getötet. Ausländische Touristen verbrachten mit vielen Bewohnern Cancuns eine dritte Nacht in Notunterkünften ohne Strom und fließendes Wasser. Viele waren frustriert. Sorgen machten sich die Urlauber vor allem über Gerüchte, ihre Rückflüge von Yucatan seien für mehrere Tage verschoben worden und sie müssten mit Bussen aus der Krisenregion gebracht werden. Das Auswärtige Amt schätzte die Zahl deutscher Touristen in der Region Cancun auf rund 6'000. Das Auge des Hurrikans lag am Sonntagmittag rund 64 Kilometer nördliche von Cancun und 565 Kilometer südwestlich von Key West. Bis Montag wurde Wilma im US-Bundesstaat Florida erwartet. Die Behörden ordneten Zwangsevakuierungen an. Zunächst sollten die 80'000 Bewohner der Inselkette Florida Keys in Sicherheit gebracht werden. Auch für den Westen Kubas und die Hauptstadt Havanna wurden Hurrikan-Warnungen ausgesprochen. "Cancún ist zerstört", Hurrikan zieht weiter - Wilma zieht langsam nach Norden - NZZ Online - Deutsche Welle - Die Zeit - Wiener Zeitung
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