Donnerstag, September 22, 2005

Wird "Rita" schlimmer als "Katrina"?


Angst in Texas vor Hurrikan «Rita» - Drei Wochen nach dem Hurrikan "Katrina" nähert sich "Rita" mit der höchsten Stärke, der Kategorie Fünf, der US-Golfküste. Die Kategorie Fünf kennzeichnet Stürme mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 km/h. Den Vorhersagen zufolge könnte "Rita" am Freitag oder Samstag die Küste von Texas erreichen. Der Gouverneur des Bundesstaates rief Millionen Menschen auf, vor dem Sturm zu fliehen. Die Betreiber von Raffinerien und Chemieanlagen richteten sich auf Stilllegungen oder Lieferengpässe ein und zogen Personal aus dem Gebiet ab. Der Ölpreis kletterte angesichts der erwarteten Produktionsausfälle wieder in die Höhe. Jüngsten Vorhersagen des Nationalen Wetterdienstes zufolge wird "Rita" voraussichtlich das Gebiet um Houston erreichen. Die Region liegt rund 450 Kilometer westlich von New Orleans, das in Folge des Hurrikans "Katrina" fast völlig überschwemmt wurde. Mit der "Katrina"-Katastrophe noch in frischer Erinnerung, bereiteten die US-Behörden die westliche Golfküste auf "Rita" vor. Rick Perry sagte, alle Menschen an der Küste zwischen den Städten Beaumont und Corpus Christi sollten sofort aus der Gefahrenzone fahren. Bill White hatte zuvor die etwa eine Million Bewohner der tiefer gelegenen Stadtteile aufgerufen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Die Bürger müssten sich ab Donnerstag in Sicherheit bringen. Aus zwei Massenunterkünften sollten zudem rund 1'100 "Katrina"-Flüchtlinge nach Arkansas gebracht werden. Auch für Galveston wurde die Evakuierung angeordnet. In der Küstenstadt war es im Jahr 1900 zur bislang schlimmsten Hurrikan-Katastrophe in den USA gekommen. Damals kamen mindestens 8'000 Menschen durch den Sturm ums Leben. Die Raumfahrtbehörde Nasa evakuierte weitgehend ihre Kontrollstation in Houston. Die meisten der 15'000 Mitarbeiter des Johnson Space Center für bemannte Flüge haben das Gelände des verlassen. Die Kontrolle über die Internationale Raumstation wurde an die russische Bodenstation in der Nähe von Moskau übergeben. Dort halten sich ständig Techniker aus den USA bereit. Die Hurrikan-Stufe Fünf bedeutet einen sehr starken Sturm mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 km/h und einem Anstieg des Meeresspiegels um mehr als 5,5 Meter.
"Die Bedingungen im Golf von Mexiko sind denen bei 'Katrina' sehr ähnlich"
Die Stürme verstärken sich über dem warmen Wasser. "Rita" ist bereits der siebte Hurrikan, der die Südküste der USA im Verlauf der vergangenen 13 Monate erreicht. Die Sturm-Saison dauert normalerweise von Anfang Juni bis Ende November. EIA warnte, dass "Rita" etwa ein Viertel der Öl-Raffinerie-Kapazitäten im Land gefährden könnte. Zudem zogen Ölkonzerne tausende Arbeiter von Bohrplattformen im Golf von Mexiko ab. Experten schlossen nicht aus, dass spätestens in der kommenden Woche die Benzinpreise in den USA wieder klettern dürften. Nach "Katrina" waren Benzin- und Ölpreise in die Höhe geschossen. Seit "Rita" im Anzug ist, haben sie wieder deutlich zugelegt. Der US-Bundesstaat Louisiana rief wegen "Rita" erneut Katastrophenalarm aus. Bürgermeister Ray Nagin sagte, mehr als 500 Busse stünden bereit, Menschen aus der Stadt zu bringen. „Rita“ wächst zu neuer Stärke - News Networld - Frankfurter Rundschau - n-tv - taz
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