Montag, Mai 16, 2005

Ist die Schweiz in Gleichberechtigungsfragen ein Drittweltland?


Zisch
Chancengleichheit: Schweizerinnen frustriert
Die Schweiz benachteiligt ihre Frauen im Vergleich zu anderen Ländern weiterhin stark: Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz nur auf dem 34. Rang, wie aus einer Studie des WEF zeigt.
1. Schweden: 5.53; 2. Norwegen: 5.39; 3. Island: 5.32;
4. Dänemark: 5.27; 5. Finnland: 5.19; 6. Neuseeland: 4.89;
7. Kanada: 4.87; 8. Grossbritannien: 4.75; 9. Deutschland: 4.61;
10. Australien: 4.61; 11. Lettland: 4.60; 12. Litauen: 4.58;
13. Frankreich: 4.49; 14. Niderlanden: 4.48; 15. Estland: 4.47;
16. Irland: 4.40; 17. USA: 4.40; 18. Costa Rica: 4.36;
19. Polen: 4.36; 20. Belgien: 4.30; 21. Slowakei: 4.28;
22. Slowenien: 4.25; 23. Portugal: 4.21; 24. Ungarn: 4.19;
25. Tschechei: 4.19; 26. Luxemburg: 4.15; 27. Spanien: 4.13;
28. Österreich: 4.13; 29. Bulgarien: 4.06; 30. Kolumbien: 4.06;
31. Russland: 4.03; 32. Uruguai: 4.01; 33. China: 4.01;
34. Schweiz: 4.01
Immerhin schneidet die Schweiz bei der politischen Beteiligung von Frauen vergleichsweise gut ab. Das sei eine bemerkenswerte Errungenschaft für ein Land, das erst 1971 auf nationaler Ebene das Wahlrecht für Frauen eingeführt habe, schreibt das WEF dazu. Bei den wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem Bildungsgrad hinke die Schweiz aber anderen Ländern hinterher. Die Schweiz sei eines der ganz wenigen Industrieländer, in denen die Quote der weiblichen Teilnehmenden an Bildungsangeboten durchgängig unter derjenigen der männlichen Teilnehmenden liege. Die besten Länder sind die skandinavischen Länder, die sich die fünf ersten Ränge sicherten. Die geringste Kluft zwischen Männern und Frauen in Politik, Wirtschaft und Bildung wurde in Schweden registriert. Auf dem zweiten Platz liegt Norwegen, gefolgt von Island, Dänemark und Finnland. Die Erfahrungen dieser Länder beweisen, dass langjährige gemeinsame Anstrengungen zu einem bleibenden Erfolg führt. Diese Gesellschaften hätten den Nutzen des Machtausgleiches zwischen Mann und Frauen verstanden. Die skandinavischen Länder liegen auch bei der Wettbewerbsfähigkeit an der Spitze. Die Länder der EU erreichten generell gute Platzierungen. Zu den Schlusslichtern der WEF-Rangliste zählen Indien, Pakistan und die Türkei. Den allerletzten Platz belegt Ägypten. Hier bestehe nach allen untersuchten Kriterien ein grosses Gefälle zwischen Männern und Frauen. Die Studie umfasst alle 30 OECD-Staaten sowie 28 Schwellenländer. Untersucht wurden fünf Hauptkriterien: wirtschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Möglichkeiten, politische Einflussnahme und Beteiligung, Bildungsgrad sowie Gesundheit und Wohlergehen.
Chancengleichheit der Geschlechter in der Schweiz mittelmässig Der Landbote (Abonnement)
Gleiche Chancen für Frauen gut für die Wettbewerbsfähigkeit Deutsche Welle
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