Mittwoch, April 06, 2005

Weltweit wird von Johannes Paul II Abschied genommen!


Spiegel Online



Der Pabst ist tot!
Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. zeigte der Vatikan den Leichnam der Weltöffentlichkeit. In der Sala Clementina erwiesen Kirchenvertreter und Diplomaten dem toten Papst die letzte Ehre. Das Fernsehen des Vatikans übermittelte life. Der tote Papst lag unter einem Kruzifix und trug eine weiße Mitra mit rot-weißen Gewändern und hatte einen Bischofsstab an seiner Seite. Auf dem Petersplatz gedachten rund 130'000 Gläubige aus der ganzen Welt bei einer Trauermesse dem Pontifex maximus, der über 26 Jahre an der Spitze der Katholiken stand. Staatschefs aus aller Welt würdigten den Papst als historische Persönlichkeit und verwiesen auf seine zentrale Rolle beim Zerfall der kommunistischen Regierungen in Europa. In Rom, in seinem Heimatland Polen, in Deutschland und in vielen anderen Ländern beteten Katholiken in Trauer-Messen für den charismatischen, konservativen Papst, der am Samstagabend nach langem Leiden in Rom gestorben war. Die Todesnachricht gab der Vatikan per SMS und eMails an die Presse. Die Beisetzung des Papstes in der Krypta unter dem Petersdom soll am Donnerstag stattfinden. Es werden etwa 200 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet. Die General-Kongregation der Kardinäle, die in der Zeit zwischen zwei Päpsten die Amtsgeschäfte im Vatikan leitet, kommt am Montag zusammen. Bei der Trauermesse auf dem voll gepackten Petersplatz verlas ein Erzbischof die Worte von Johannes Paul, die dieser noch für die reguläre Sonntagsmesse vorbereitet hatte. Darin betonte er die Hoffnung aller Christen, die sie aus dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi schöpfen sollten. Rom bereitet sich in den nächsten Tagen auf einen der größten Pilger-Ströme in der Geschichte der Stadt vor. Extra-Züge und -Busse werden bereitgestellt. Zudem sollen eigens Zeltstädte mit Tausenden Schlafmöglichkeiten errichtet werden. In der ganzen Stadt sollen die Gläubigen auf riesigen Leinwänden die Messfeiern verfolgen können. Polen, Italien, Kuba und andere Länder ordneten eine mehrtägige Staatstrauer an. Nach den Regularien des Vatikans dauert die offizielle Trauerperiode neun Tage. Das so genannte Konklave aus 117 Kardinälen aus der ganzen Welt tritt den Regeln zufolge am 18. April in der Sixtinischen Kapelle zusammen, um einen neuen Papst zu wählen. Einen Favoriten gibt es nicht. Einige Katholiken hoffen auf einen liberaleren Nachfolger mit einer weniger kompromisslosen Linie in Fragen der Empfängnisverhütung, Abtreibung und Frauenpriesterschaft. Doch dies scheint unwahrscheinlich: Johannes Paul hat fast alle Kardinäle, die seinen Nachfolger wählen, selbst ernannt.
Jeder Papst schuf neue Regeln Frankfurter Allgemeine Zeitung
Papst laut Vatikan doch nicht einbalsamiert Netzeitung
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