Samstag, April 30, 2005

Lafontaine: Kampf den Heuschreckenschwärmen!


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Benneter ruft Wirtschaft zu mehr Verantwortung auf
Die Debatte um die Kapitalismus-Kritik von SPD-Chef Franz Müntefering geht weiter. Rückendeckung erhielt Müntefering von SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter. Die Kapitalismuskritik von Franz Müntefering erregt die Gemüter. Meister im Münte-Bashing ist, wie zu erwarten, Lafontaine. Brav begrüßt er die neue Rhetorik seines Parteivorsitzenden, fügt aber sogleich hinzu: "Es darf nicht wieder ein wahlpolitisches Betrugsmanöver sein." Und er skizziert, wie er die Kapitalismuskritik aufziehen würde.
  • Statt Ackermann zu beschimpfen, solle man einfach den Spitzensteuersatz auf über 50% anheben.
  • Statt mangelnde Moral der Manager zu beklagen, solle man Managerhaftung einführen.
  • Statt Hedge-Fonds als Heuschrecken zu bezeichnen, solle man die unter Rot-Grün eingeführte Erlaubnis für Hedge-Fonds zurückziehen.
  • Statt "blauäugig" von Unternehmern Arbeitsplätze zu fordern, solle der Staat sie gescheit besteuern und mit öffentlichen Investitionen selbst Arbeitsplätze schaffen.
  • Statt den brutalen Finanzkapitalismus zu beklagen, solle man Dispokredite verbieten, mit denen die Armen gemolken würden.
  • Statt "in heuchlerischer Weise" über Billiglöhne zu jammern, solle man endlich Mindestlöhne einführen.
"Die zehn Gebote von Oskar", ruft einer im Publikum entzückt. Erfreut blickt Lafontaine in die Richtung des Rufers. Der demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry forderte in seinem Plan höhere Steuern für das eine Prozent der Reichsten und der zweitreichste Mann der Welt, Warren Buffett findet es skandalös, dass von Aktionären angestellte CEO's und Verwaltungsratspräsidenten mehr als eine Million Dollar verdienen. Charles Handy ruft in seinem Buch "Citizen Company" Unternehmen auf, eine demokratischen Charta einzuführen und erklärt, dass die meisten börsenkotierten Firmen aristokratisch, wie von absolutistischen Fürsten, verwaltet würden. Im alten Athen bezahlten nur die Reichsten Steuern. In den USA, wo es nur 0.78% oder 2'272'000 Millionäre gibt, die Finanzvermögen von US$8.5 Billionen besitzen, während das Bruttoinlandprodukt der USA im Jahr 2004 nur US$11.75 Billionen war, bezahlen die Reichsten immer weniger Steuern.
Zaudern vor dem Zauberwort Die Welt
Oskars zehn Gebote Spiegel Online
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