Dienstag, Februar 15, 2005

Sozialbericht 2003 für den Kanton Zürich

Die Zahl der Sozialhilfefälle nahm in Zürich im Jahr 2003 um über 10% zu!
Die Schweiz kennt keinen Rechnungshof, die Beamten arbeiten langsam und kontrollieren sich selbst. Statistische Daten werden mit einjähriger Verspätung kommuniziert. Die operationellen Risiken des schweizerischen Beamtenstaates sind immens und dies sickert immer stärker durch. Chancengleichheit gibt es in der Schweiz keine, da es 2'942 autonome kommunale und 26 kantonale Schulgemeinden gibt, die wie Renaissancefürsten sich selbst verwalten. Aber die schweizerische Scheindemokratie lebte dank dem "divide et impera" lange sehr gut! Jetzt kommen Risse ins Gefüge. Im Kanton Zürich wurden im Jahr 2003 3,2% der Bevölkerung mit Sozialhilfeleistungen unterstützt. Die Zahl der Fälle nahm um über 10% zu. Zürich und Winterthur sind stark belastet. Die Zahl der jungen Erwachsenen in der Sozialhilfe nahm besonders stark zu. Ein-Personen-Haushalte
(Alleinstehende), Alleinerziehende, ausländische Staatsangehörige und Personen mit einer schlechten beruflichen Qualifikation gehören zu den erhöhten Gruppen von Sozialhilferisiken. Der neue Sozialbericht, der sich auf Daten der Schweizerischen Sozialhilfestatistik vom Bundesamt für Statistik (BFS) für den Kanton Zürich bezieht, bestätigt dies. Der Sozialbericht 2003 des Kantons Zürich vermittelt einen Überblick über Leistungen und Finanzierung der Sozialen Sicherheit. Im Kanton Zürich wurden im Jahr 2003 fast 40’000 Personen mit Sozialhilfeleistungen unterstützt. Ausgaben und Fallzahlen steigen seit 1990 an und 2003 wurden netto
CHF 269 Millionen für Sozialhilfeleistungen und CHF 471 Millionen für die weiteren Bedarfsleistungen ohne Gemeindezuschüsse aufgewendet. Die Betroffenheit von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist schrecklich hoch: Obschon ihre Sozialhilfequote im kantonalen Durchschnitt bei 5,6% liegt, ist sie in den Städten Zürich und Winterthur bei 10,2% beziehungsweise 8,6% verantwortungslos hoch. Die Gruppe der jungen Erwachsenen verzeichnet 2003 eine überdurchschnittliche Zunahme. Die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt, die Verkürzung der Bezugsdauer der Arbeitslosenversicherung (ALV) von 520 auf 400 Tage und die Erhöhung der Mindestbeitragszeit der ALV haben dazu geführt, daß junge Erwachsene zunehmend auf Sozialhilfe angewiesen sind. Mangelhafte oder fehlende berufliche Qualifikation ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Sozialhilfeabhängigkeit: 50% der Beziehenden von Sozialhilfe verfügen über keine berufliche Ausbildung. Ausländische Staatsangehörige sind häufiger davon betroffen, weshalb diese Gruppe in der Sozialhilfe sehr stark vertreten ist. Dank Zusatzleistungen zur AHV und IV existiert eine wichtige Ergänzung für die Existenzsicherung von Rentnerinnen und Rentnern. 20'500 Personen wurden im Dezember 2003 ergänzend zur AHV unterstützt. Das sind etwa gleich viele wie im letzten Jahr. Da immer mehr Rentnerinnen und Rentner über eine berufliche Vorsorge verfügen, sind trotz steigender Zahl nicht mehr Personen auf Zusatzleistungen angewiesen. Einkommensschwachen AHV-Rentnerinnen und -Rentner leben häufig in den Zentrumsstädten: In der Stadt Zürich ist die Bezügerquote fast 50% höher als im gesamten Kanton und in Winterthur liegt sie deutlich über den übrigen Bezirksgruppen. Mit steigendem Alter nimmt die Quote der Bezügerinnen und Bezüger von AHV - Zusatzleistungen deutlich zu. 28,5% der über 90-Jährigen sind auf Zusatzleistungen angewiesen und Frauen häufiger als Männer. Viele ältere Rentnerinnen verfügen nicht über eine zweite Säule und die hohen Pflegekosten fallen hier ins Gewicht. 4’900 Haushalte mit 10’860 Personen beziehen im Kanton Zürich Alimentenbevorschussung. 1’066 Haushalte mit 3’183 Personen werden mit Kleinkinder - Betreuungsbeiträgen
unterstützt. Die Fallzahlen liegen leicht tiefer als im Vorjahr. Die Stadt Winterthur ist bei den Leistungen für Kinder und Familien sehr häufig betroffen. Der grösste Teil der Leistungen der Sozialen Sicherung sind Sozialversicherungsleistungen. Im Kanton Zürich betrugen die Geldleistungen der Sozialversicherungen ohne Berufliche Vorsorge im Jahr 2002 rund CHF 10 Milliarden. CHF 4,3 Milliarden entfielen auf die AHV, CHF 2,5 Milliarden auf die Krankenversicherung und CHF 1,3 Milliarden auf die Inavlidenversicherung.

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