Freitag, Januar 14, 2005

Politbarometer: Regierung nach Fluthilfe im Aufwind


Spiegel Online
Rot-Grün klettert weiter nach oben
Das Krisenmanagement beschert der Regierung bessere Umfragewerte als bisher. Die Unionsparteien haben nach den internen Querelen im jüngsten ZDF-Politbarometer an Zustimmung verloren. Die nach Streit mit der CDU-Vorsitzenden und Unions-Fraktionschefin Angela Merkel aus der Fraktionsführung ausgeschiedenen Abgeordneten Horst Seehofer und Friedrich Merz sind in der Umfrage die beliebtesten Unions-Politiker. Im Vergleich zur vorigen Umfrage im Dezember büßte die Union nach Angaben des ZDF vom Freitag zwei Punkte auf 39% ein. Die SPD verbesserte sich um zwei Punkte auf 32%. Die Grünen blieben unverändert bei 10%, die FDP bei 7% und die PDS bei 6%. Damit würde es weder für Rot-Grün noch für eine Koalition aus Union und FDP zu einer eigenen Mehrheit reichen. Das Verhältnis von CDU und CSU werde als angespannt bewertet. 65% der Befragten hielten es für schlecht, wobei 52% der Anhänger von CDU und CSU diese Bewertung teilten. Im Gegensatz zu früheren Umfragen gebe es erstmals eine knappe Mehrheit von 48% gegen 45% dafür, schon jetzt eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur für die Bundestagswahl 2006 zu treffen. Analog zur politischen Stimmung habe sich das Ansehen der Regierungsmitglieder wegen der positiven Wahrnehmung ihrer Reaktionen auf die Flutkatastrophe überall verbessert, während die Unionspolitiker leicht verlören. Auf Platz eins der wichtigsten Politiker liege weiterhin Außenminister Joschka Fischer (Grüne) mit einem leicht verbesserten Wert von 2,0 (Dez: 1,8) auf der Skala von +5/-5. Auf Platz zwei folge der CSU-Sozialpolitiker Seehofer, der im Dezember nicht auf der Liste stand. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe sein Ansehen auch leicht auf einen Wert von 0,8 (0,6) verbessert. Gleichauf liege der CDU-Wirtschaftsexperte Merz mit einem Wert von 0,8 (0,9). Mehrere Plätze dahinter folgten die CDU-Vorsitzende Merkel mit einem Wert von 0,2 (0,4) vor CSU-Chef Edmund Stoiber mit 0,1 (0,2). Für die Umfrage wurden von der Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 11. und 13. Januar 1273 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt.
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Gerhard Schröder und Angela Mekel (Fotos: dpa) T-Online
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