Mittwoch, Dezember 29, 2004

Zahl der Toten steigt auf über 120’000 bei Tsunami-Flutkatastrophe in Asien

UNO plant bis Ende 2005 Tsunami-Warnsystem
In Südasien soll nach dem Willen der Vereinten Nationen (UN) bis Ende 2005 ein Frühwarnsystem für Flutwellen aufgebaut werden.
Das Erdbeben, das am Sonntag den Tsunamis ausgelöst hatte, war durch die Bewegung der Erdkrustenplatten vor Indonesien unvermeidbar und konnte nicht vorhergesagt werden. Tausende von Menschen hätten sich jedoch an den Küsten retten können, wenn sie rechtzeitig vor den nahenden Fluten gewarnt worden wären. Nach der Katastrophe besteht kein Zweifel mehr, daß die Staaten des Indischen Ozeans ein Tsunami-Warnsystem brauchen, wie es das seit 1965 für den Pazifischen Ozean gibt. Tsunamis entstehen, wenn es in Küstennähe zu einer ruckartigen Bewegung des Bodens kommt. Das kann bei einem Erdbeben oder bei einem Vulkanausbruch geschehen. Eine Welle breitet sich dann auf dem Meer vom Zentrum her, die den kreisförmigen Wellen gleicht, die sich auf der Wasseroberfläche bilden, wenn ein Stein ins Wasser geworfen wird. Die Energie eines Tsunami ist so groß, daß die Welle nicht nur auf der Wasseroberfläche, sondern auch noch in großer Wassertiefe registriert wird.

Warnsystem für Indischen Ozean vorgesehen Financial Times Deutschland

Kaum ein Tsunami rollt ohne Vorboten heran Frankfurter Allgemeine Zeitung
Forscher: Tsunami-Risiko bislang unkalkulierbar Netzeitung
Die Zeit - Zisch - und 37 ähnliche Artikel »